Frauenpraxis in der Mühle
Seefeldstrasse 231
8008 Zürich
Eingang Haus Süd 233/231
+41 44 512 88 44
hallo@frauenpraxis.ch
Öffnungszeiten
Mo-Fr 08.00 bis 12.00,
13.00 bis 17.00
Eine Endometriose ist eine chronisch-entzündliche, hormonabhängige Erkrankung, bei der sich Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, ausserhalb der Gebärmutter ansiedelt.
Diese sogenannten Endometrioseherde können sich an den Eierstöcken, den Eileitern, dem Bauchfell, Darm, der Harnblase, den Haltebändern der Gebärmutter oder – deutlich seltener – auch an weiter entfernten Organen befinden.
Endometriose betrifft etwa 10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter und gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Dennoch dauert es häufig viele Jahre, bis die Diagnose gestellt wird. Das liegt unter anderem daran, dass die Beschwerden sehr unterschiedlich sein können und häufig nicht unmittelbar mit einer gynäkologischen Erkrankung in Verbindung gebracht werden.
Jede Endometriose ist individuell. Die Ausprägung der Erkrankung sagt nur wenig über die Stärke der Beschwerden aus. Kleine Herde können erhebliche Schmerzen verursachen, während ausgedehnte Endometriose manchmal kaum Symptome macht.
««Wir behandeln nicht die Endometriose. Wir behandeln die Frau mit Endometriose»»
Die Schmerzen entstehen nicht allein durch die Endometrioseherde selbst.
Die Erkrankung führt zu einer chronischen Entzündung im Bauchraum. Dabei werden zahlreiche Entzündungsbotenstoffe freigesetzt, welche Schmerzrezeptoren aktivieren und Nervenfasern sensibilisieren. Zusätzlich können gelegentlich Endometrioseherde selbst von Nervenfasern durchzogen werden.
Dadurch können Schmerzen weiterhin bleiben, wenn die ursprünglichen Herde klein sind oder bereits operiert wurden.
Die Symptome sind sehr unterschiedlich und reichen weit über Menstruationsschmerzen hinaus.
Diese Symptome entstehen durch die chronische Entzündung und die enge Verbindung zwischen Darm, Nervensystem und Beckenorganen oder können auch in seltenen Fällen durch Endometriose am Darm hervorgerufen werden..
Viele Frauen empfinden die Erschöpfung als eines der belastendsten Symptome und entsteht vermutlich durch:
Fatigue ist daher keine «Einbildung» sondern ein häufiges Symptom chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Sie kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – unabhängig davon, wie stark die Schmerzen sind.
Die Endometrioseherde reagieren auf Östrogene mit Wachstum und Entzündungsaktivität.
Gleichzeitig scheint die Wirkung des natürlichen Progesterons bei vielen Patientinnen vermindert zu sein. Man spricht hierbei von einer sogenannten Progesteronresistenz.
Der verwendete Begriff «Östrogendominanz» beschreibt deshalb eher ein funktionelles Ungleichgewicht zwischen Östrogen- und Progesteronwirkung, als einen tatsächlich erhöhten Östrogenspiegel. Dieses Ungleichgewicht kann dazu beitragen, dass Endometrioseherde aktiv bleiben und Entzündungen gefördert werden.
Adresse und Kontakt
Unsere Praxis liegt im Kulturareal Mühle Tiefenbrunnen – einem verkehrsfreien Ort zum Verweilen, Entspannen und Begegnen. Unsere Praxis ist gut mit S-Bahn, Tram und Bus erreichbar. Für Autofahrerinnen steht direkt vor dem Gebäude ein beschrifteter Patientinnenparkplatz («Frauenpraxis in der Mühle») zur Verfügung, weitere Parkmöglichkeiten bietet das nahegelegene Parkhaus «zur Mühle».
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